„Hunde helfen leben“ arbeitet von Anfang an mit den Züchtern zusammen. Bereits als Welpe wird der Hund auf seine Eignung getestet. Mit einem speziellen Testverfahren wird einmal in der vegetativen Phase (24 Stunden nach der Geburt) und einmal in der Prägephase (nach 6 Wochen) seine Begabung ermittelt. Der zweite Test entscheidet endgültig über die Eignung des Hundes.

welpentestGeeignete Rassen (Foto Ludwig Sauls) für die Ausbildung zum Servicehund sind solche, die auf Abhängigkeit gezüchtet wurden , über einen infantilen sozialen Rudelinstinkt verfügen und nur wenig territorial veranlagt sind. Das sind der Labrador Retriever, der Golden Retriever, der Pudel, der Labradoodle, der Kurzhaarcollie, der Australian Shepherd sowie Mischlinge aus diesen Rassen. Pudel und Labradoodle bringen den Vorteil mit sich, dass ihr krauses Haarkleid keine Allergien auslöst und sie somit auch für allergische Menschen geeignet sind.(Fotos von Hunden dieser Rassen)
Ab der 8. Woche lebt der Hund bei seinem Trainer und wird ausgebildet. Er wird von Anfang an für eine

bestimmte Person ausgewählt und speziell auf die Bedürfnisse dieses behinderten Menschen hin ausgebildet. Der Trainer sollte sich nach Möglichkeit in Wohnortnähe zum Betroffenen befinden, da der Hund von Beginn an mindestens einmal monatlich Kontakt zu seinem zukünftigen Besitzer haben sollte.

rasse-australien-shepherdDie Ausbildung eines Servicehundes dauert zwei Jahre. Während dieser Zeit wird auch der zukünftige Besitzer auf den Hund und den Umgang mit ihm vorbereitet. Zudem durchlebt der Hund in dieser Zeit die schwierige Phase der Pubertät.

Eine Ausnahme stellt hier der Anfallwarnhund. Er lebt von Anfang an beim betroffenen Menschen, da er lernen muss, die Anzeichen für Krampfanfälle bei seiner Bezugsperson zu erkennen und anzuzeigen. Regelmäßig finden dann Treffen und gemeinsame Übungseinheiten mit dem Trainer statt.

linux_apportiert_einen_futterebutelIn der Ausbildung werden keine Zwangshilfsmittel, keine lauten Worte oder Schreien und keinerlei Gewalt angewendet. Das natürliche Instinktverhalten des Hundes wird als Kapital für die Ausbildung genutzt. Die Hunde sollen einen Sinn in der Zusammenarbeit mit dem Menschen sehen und eine enge, vertrauensvolle Beziehung zu ihrer Bezugsperson aufbauen.

Um eine gleichbleibende Qualität der Servicehundeausbildung zu gewährleisten, arbeitet „Hunde helfen Leben“ nur mit Hundeschulen bzw. Trainern zusammen, die nach diesen Prinzipien arbeiten. Dazu bieten wir eine Ausbildung für
Servicehundetrainer an.